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Gerade haben sich die Wogen um Thilo Sarrazins Skandal-Buch ein wenig gelegt, da sorgt ein neues für Aufsehen; die schöne Politikergattin Stephanie zu Guttenberg schrieb “Schaut nicht weg!”, in dem es um sexuelle Gewalt gegen Kinder geht. Sie ist auch Präsidentin eines entsprechenden Vereins. Und jetzt kriegt auch Sauberfrau Heidi Klum, die ja aber auch “total sexy” kann, wie sie nicht müde wird zu zeigen, ihr Fett weg, ebenso GNTM:
“Die Show gucken fünf, sechs, oder sieben Jahre alte Mädchen. Nichts ist für sie toller als auf dem Laufsteg zu laufen oder sich im Matsch zu suhlen”. Halbnackte Models im TV seien falsche Vorbilder, Kinder könnten im Gegensatz zu Erwachsenen nicht zwischen Show und Realität unterscheiden. GNTM ist aber auch nicht für so kleine Kinder gedacht. Da sind dann wohl die Eltern schuld.
Heidi Klum bezeichnete sie „als Vierfachmutter in Overkneestiefeln und Lederkorsett“. Manchmal stimmt das ja auch. Solche „Insignien der Pornoindustrie” hätten “auch im Privatfernsehen Hochkonjunktur“. Stephanie zu Guttenberg weiter: “Wenn ich in meinem Umfeld erlebe, dass schon neunjährige Mädchen Topmodel-Shows im Fernsehen schauen oder mit Begeisterung vom neuen Videoclip von Lady Gaga – schwarzes Leder-Mieder, Strapse, freie Pobacken – erzählen, dann mache ich mir gelegentlich Sorgen um das Frauenbild, mit dem diese Kinder aufwachsen.
Denn können Grundschülerinnen wirklich schon abstrahieren, dass die exzessive sexualisierte Körperlichkeit ihrer großen Vorbilder Klum & Gaga nichts mit ihnen zu tun hat?”. Wohl kaum. “Ganz bestimmt ahnen viele Jugendliche, dass der Sex im Porno künstlich ist. Und sicher entwickelt nicht jeder Teenager, der Bushido und Co. hört, eine frauenverachtende Einstellung. Dennoch befürchte ich manchmal, dass wir die Macht der Bilder über das Gefühlsleben vieler Kinder und Jugendlichen unterschätzen.
Meine Töchter interessieren sich zwar noch nicht für Popmusik, aber in ein paar Jahren wird es natürlich auch bei ihnen so weit sein. Wird auch bei ihnen hängen bleiben, dass Frauen nur dann etwas wert sind, wenn sie sexuell attraktiv sind?” Frau zu Guttenberg liegt oft richtig, dennoch sind hier wohl auch die Eltern gefragt. Was meint ihr?


