29. März 2011 · in News und Trends · von Mode.net-Redaktion

Christian Lacroix designt für Münchner Oper

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Christian Lacroix für Münchner Oper

Foto: Bayerische.staatsoper.de

In seiner eigenen Karriere lief es für den inzwischen fast 60-jährigen Christian Lacroix nicht immer so, wie er es sich wohl für sich selbst erhofft hatte. Denn trotz beachtlicher Erfolge in der Modewelt wollte es kommerziell in den rund 30 Jahren als Modeschöpfer einfach nicht so richtig klappen. Im Jahr 2009 gab es deshalb eine letzte Haute Couture Show in Paris. Danach folgte ein Abschied, bei dem der Designer wie auch seine zahlreichen Fans reichlich Tränen vergossen. Erhalten blieb Lacroix der kreativen Welt aber natürlich trotzdem.

Lacroix gestaltete eigens mehr als verschiedene 120 Kostüme

Wenn auch in einer etwas anderen Art und Weise. Seit November des vergangenen Jahres arbeitete Christian bereits an gut 120 Roben, die bei der opulenten Aufführung von Vincenzo Bellinis „I Capuleti e i Montecchi“ nun an der Bayerischen Staatsoper zu bewundern sind. Dort hat es sich der berühmte Staatsintendant Nikolaus Bachler einmal mehr zur Aufgabe gemacht, seine Begeisterung für Belcanto-Opern mit der Welt zu teilen.

Designer wollte immer schon fürs Theater arbeiten

Wer die früheren Kollektionen Lacroix‘ kennt, weiß, wie passend die Einbindung des Modeschöpfers bei der Erarbeitung der Kostüme für die Oper ist. Nicht umsonst hatte Lacroix seinerzeit ursprünglich neben Literatur auch Kunstgeschichte studiert und kennt sich entsprechend gut aus. Ganz abgesehen davon, dass Lacroix selbst das Theater in Interviews immer wieder als seine persönliche große Leidenschaft aus den Jahren seiner Jugend bezeichnete. Damit geht für den Coutier also im Grunde einer seiner großen Jugendträume in Erfüllung. Und das sah man den Kostümen bei der Premiere des Stücks am Bayrischen Nationaltheater dann auch an.

Interessante Information am Rande: Die Kostüme wurden durch den Modeschöpfer zu einem großen Teil mit Stoffen aus dem Fundus der Münchener Oper zusammengestellt und in anderen Zusammenhängen neu arrangiert. Mit dem verantwortlichen Regisseur Vincent Boussard hatte Christian Lacroix schon seit gut elf Jahren zusammengearbeitet. Die Aufführung an der Münchener Oper können Kunst- und Kulturliebhaber noch bis Ende Juli besuchen.

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