
Foto: Prada
Die Size Zero-Debatte geht in eine neue Runde: Jetzt erreichte uns ein neues Gerücht aus Japan. Hier soll Prada angeblich zu „dicke, alte und häßliche“ Shop-Manager feuern.
Das behauptete zumindest die Ex-leitende Angestellte Rina Bovrisse: Sie sei gezwungen worden, 15 Prada-Shop-Manager in Japan zu feuern, weil diese „alt, dick, und ekelhaft seien oder nicht den Prada-Look hätten“.
Deshalb verklagt sie Prada nun wegen Diskriminierung und Schikanierung. „Das Level der Schikane hier kann man sich gar nicht vorstellen. Mein Job ist es, hart arbeitende Frauen zu schützen und dafür zu sorgen, dass ihre Arbeitsumgebung sicher ist“, so Bovrisse.
Höhergestellte Prada-Chefs hätten sie zu einem Meeting zitiert und auch ihr selbst gesagt, sie müsse „ihre Frisur ändern, abnehmen, man schäme sich für ihre Häßlichkeit und könne sie so den italienischen Besuchern nicht zeigen“.
Sie ging damit an die Presse, als sie sich mit Prada angeblich nicht außergerichtlich einigen konnte. Auch andere Ex-Angestellte sagten Entsprechendes aus.
Ein höherer Chef hätten unter anderem über sie festgehalten: “Ich will hier nicht Miss Bovrisses Figur erwähnen, aber die Kunden von Prada sehen einen Wert in Pradas Image … Sie hat als Supervisor eine Vorbildfunktion, und soll nicht stattdessen die Moral der Angestellten herunterziehen“.
Prada dementiert: „Das ist alles vor Gericht geprüft worden, die Anschuldigungen sind falsch, und die Beendigung der Arbeitsverhältnisse ist komplett rechtmäßig abgelaufen“.
Was nun genau passiert ist oder auch nicht wissen wohl nur die Beteiligten – aber dass in Japan die Uhren in der Arbeitswelt anders ticken, ist ja bekannt. Hier musste sogar schon ein gesetzliches Ende der Arbeitszeit eingeführt werden, weil die Angestellten abends einfach zu lange bei der Arbeit blieben …


