Straßenhunde in der Ukraine: Spielerfrauen für Peta

30. November 2011 · in News und Trends · von Lena M.
Peta_Ukrainische_Strassenhunde

Jaqueline Köster I Foto: Peta

Fair Play ist im Sport die Regel Nummer 1. Die Tierschutzorganisation PETA fordert genau diese Regel auch, wenn es um den Umgang mit Tieren geht. Wie vor einigen Wochen bekannt wurde, wu/erden unzählige Straßenhunde auf grauenhafte Art und Weise getötet und teilweise sogar bei lebendigem Leib in einem mobilen Ofen verbrannt.

Grund für das Morden an den Streunern ist die die EM 2012 – die Ukraine ist der Austragungsort des Fußballspektakels. Offenbar passen herrenlose Hunde einfach nicht zum Image, dass die Ukraine den Gästen vorgaukeln möchte, demnach wurde die „Säuberung“ der Straßen von Streunern behördlich angeordnet.

Nicht lange dauerte es, bis Tierschützer weltweit Alarm schlugen und zu Protesten aufriefen.  Bereits im Vorfeld engagierte sich PETA gemeinsam mit einem ukrainischen Tierschutzverein für die streunenden Tiere, doch jetzt heißt es alle Kräfte zu sammeln, um dem Morden ein Ende zu setzen. Wie man der Internetseite von PETA entnehmen kann, schickte die ukrainischen Botschaft den Tierschützern am 29. November eine Email, in der stand, dass man das die Information auf der Internetseite der ukrainischen Botschaft in Berlin als offizielle Aussage betrachten könne.

Angeblich soll das Töten von Straßenhunden nicht mehr vorkommen; Tierschützer bezweifeln die Aussage jedoch und vermuten, man wolle mit dem Statement nur beruhigend wirken. Jetzt machen sich auch die Spielerfrauen der Fußball-Profis für die Vierbeiner stark und fordern, dass Töten den Fellnasen endgültig zu unterlassen.
Anstatt Geld für die brutalen Hundefänger auszugeben, sollten die ukrainischen Behörden sich dringend um ein Kastrationsprogramm bemühen, damit die Geburtenrate der freilebenden Hunde unter Kontrolle gebracht wird. Dieser Meinung sind auch die Spielerfrauen Jacqueline Köster und Alessia Walch, die sich als erste von zahlreichen Fußball-Spielerfrauen für PETA ablichten ließen, um auf die furchtbare Missstände in der Ukraine aufmerksam zu machen. Mehr Infos findet Ihr hier. Spread the word!

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3 Kommentare

  • Antonietta

    kein Datum

     Vor allem in der Ukraine leben viele Hunde auf der Straße. Hunde werden nicht freiwillig zum Streuner. Es ist der Mensch, der Schuld ist. Sie haben die Tiere zuerst ausgesetzt, der Rest wird von der Natur erledigt, zumal sich Streuner unkontrolliert vermehren. Nur damit die vielen erwarteten Besucher/Touristen während der Fußball-EM 2012 nicht mit Streunern konfrontiert werden sollen, werden die wehrlosen Tiere zu Tode geschlagen, vergiftet oder mit mobilen Krematorien bei lebendigem Leib verbrannt, damit die Straßen zur EM 2012 sauber sind.
    Die Alternative heißt CNVR “catch, neuter, vaccinate and release” (Fangen, Kastrieren, Impfen und wieder freilassen). Eine Methode die von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) im Jahre 1990 wissenschaftlich als Lösung gegen die Überbevölkerung von Hunden nachgewiesen wurde. In Länder wie Bosnien und in der Türkei, wo es auch große Hundepopulationen gibt, haben schon erfolgreiche CNVR Projekte stattgefunden.