Mercedes Benz Fashion Week – Tag 2

22. Januar 2010 · in Laufsteg

An Tag 2 der Mercedes Benz Fashion Week stand der Besuch der Bread and Butter an; zur Freude der ansässigen Modewelt ist diese nach Barcelona ja wieder in der Stadt. Sie gilt als Modemesse der Superlative mit hohem Entertainment- neben dem Businessfaktor. So auch dieses Jahr:

Ein Riesen-Line Up im stillgelegten Flughafen Tempelhof zog auch dieses Jahr wieder tausende Einkäufer, Händler, Journalisten und Co. an. Ein buntes Treiben stylisher Fashion-People, die aus aller Welt angereist kamen, herrscht hier; deren Looks waren auch dieses Jahr wieder mindestens genau so interessant wie die der Aussteller.

Wie immer waren besonders viele Besucher aus bella Italia da. Ciao! In den weitläufigen Flughafenhallen finden Hunderte von Brands Platz, die meisten aus dem Streetwear-Bereich. Der Fashion-Overkill ist garantiert. Doch zum Glück lädt fast an jedem Stand eine Bar zu Erfrischungen und Häppchen ein.

Auffallend war, dass nun auf der Bread and Butter noch mehr selektiert wird; an vielen Ständen darf nicht jeder rein, erst wird gecheckt, wie „wichtig“ man ist.

Ein besonderes Highlight sind immer die Stand-Dekos; ein großer Trend auf der diesjährigen Bread and Butter war hier der Stil alter englischer Bibliotheken, die teils komplett nachempfunden wurden. Auch ein absolutes Highlight: Der „Saloon“ der Bread and Butter, in dem Riesen-Burger, Spätzle und Co. kredenzt wurden.

Hier haben sich die Bread and Butter-Macher selbst übertroffen, man wähnte sich in einem opulenten Mix aus Zirkus und Moulin Rouge mit Wahnsinns-Deko und tausenden Lichtern. Entsprechend voll mit hungrigen Bread and Butter-Besuchen waren dann auch die Bierbänke, und frisch gestärkt konnten die sich dann wieder ins Getümmel stürzen.

Später stand im Zelt am Bebelplatz die Schau von Custo Barcelona an, die wie immer mit fröhlichen, sehr bunten Designs begeisterte. Die Models waren auffallend jung.

Völliges Kontrastprogramm danach bei Patrick Mohr: In einer Inszenierung, die viele Besucher verstörte und vorzeitig die Schau verlassen ließ, schickte er halbnackte, geknebelte  Bodybuilder in Badehose mit bunten Perücken auf den Catwalk.

„Gekleidet“ waren die teils in Müllsäcke, ein Clown schob sie auf einer Sackkarre auf den Laufsteg, wo sie sich dann grotesk abgehackt wie Roboter in Bewegung setzten. Die nervenaufreibenden Technobeats taten ihr übrigens. Wohl eher unter „Kunst“ als Mode einzuordnen.

Amüsant wurde es dann wieder auf der Custo-Barcelona-Aftershowparty in einer Galerie in Berlin-Mitte. Hier feierten Models und Fashion People ausgelassen einen weiteren erfolgreichen Tag der Fashion Week.

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