
Willy Bogner
Willy Bogner wurde als Wilhelm Hermann Björn Bogner am 23. Januar 1942 in München geboren. Nach der Schule studierte er zunächst BWL und Textiltechnik in Hohenstein und widmete sich nebenbei intensiv seiner Karriere als Skifahrer.
Der Ausnahmesportler galt in den 1960er Jahren als einer der besten Skirennfahrer Deutschlands. 1960 sowie 1964 trat er für Deutschland unter anderem auch bei den Olympischen Spielen an.
Nach seiner Skikarriere trat Bogner in die Fußstapfen seines Vaters – und übernahm dessen Modeunternehmen im Jahr 1977.
Bis heute zeichnet sich Willy Bogner für die Ausstattung der alpinen Skinationalmannschaft Deutschlands verantwortlich und rüstet ebenso deutsche Teams für die Olympischen Winterspiele aus. Neben Skibekleidung designte Willy Bogner auch Tennisoutfits, Bade- und Lederbekleidung sowie klassische Alltagsmode für Damen und Herren.
Eine eigene Kosmetiklinie ergänzte seine Modekollektionen.
Neben seiner Laufbahn als Modedesigner und Inhaber der Bekleidungsfirma Willy Bogner GmbH & Co. KGaA versuchte sich Bogner auch erfolgreich als Filmemacher. So entstanden unter seiner Regie unter anderem die Skifahrsequenzen für James-Bond-Filme sowie ein eigener Film mit dem Titel „Feuer und Eis“. Für dieses Werk erhielt Willy Bogner 1985 den Bambi verliehen – sowie 1986 den Bayerischen Filmpreis. Es folgten weitere erfolgreiche Filmtitel unter der Leitung von Willy Bogner, sowie ab 1998 die Fernsehserie „Cool Trend, Willy Bogners Snow Show“.
Willy Bogners Lebensgefährtin Barbi Henneberger wurde am 12. April 1964 von einer Lawine getötet. In Folge dessen wurde Bogner, der sie in das Skigebiet geführt hatte, zu zwei Monaten bedingt wegen fahrlässiger Tötung vom Gericht verurteilt. Willy Bogner heiratete 1972 erneut – und adoptierte mit seiner brasilianischen Frau Sonia zwei Kinder aus Brasilien, Florinda und Bernhard. Bernhard nahm sich allerdings im Jahr 2005 im Alter von 17 Jahren unter Alkoholeinfluss das Leben.
Willy Bogner wurde im Laufe seines Lebens mit zahlreichen Auszeichnungen bedacht. So erhielt er unter anderem 1994 den Münchner Modepreis, sowie zwei Jahre später das Bundesverdienstkreuz.







