An Tag 3 der Mercedes Benz Fashion Week (MBFW) standen die Schauen von Marcel Ostertag und Kilian Kerner sowie abends das Highlight der Fashion Week, die Michalsky Style Nite an.
Die Schau von Marcel Ostertag wurde von vielen sehnlich erwartet, da Herr Ostertag seit seinem Gewinn des Karstadt Next Generation Award bei einer früheren MBFW jedes Mal aufs Neue überzeugt. Seitdem ist er hier Stammgast. Zum Glück, denn kaum ein anderer feiert die Weiblichkeit so schön wie er.
Schrille Schnitte, Muster oder Inszenierungen findet man bei Marcel Ostertag nicht – wohl aber fließende Stoffe, raffinierte Details und einfach eine stimmige Kollektion. Wie auch diesmal: Die Farbpalette ging von soften Nude- über Erdtöne sowie Schwarz und Grau, bis hin zu Akzenten von Weinrot und Senf. Komplett mit silbrigen Pailletten besetzte Teile wie Leggings gefielen sehr, und auch seine Signature-Marabufedern waren wieder dabei.
Das neue deutsche Topmodel Katrin Thorman lief, und auch ein anderes Mädchen erntete Applaus, als sie trotz verlorenem Schuh tapfer weiterlief. Auch der
Soundtrack war Electro-70ies-Discosound perfekt auf die Schau abgestimmt.
Tragbare, schöne und und äußerst raffinierte Kollektionen, und das jedes Mal – ein echter Gewinn für die Mercedes-Benz Fashion Week. Der Meister selbst ist übrigens genauso sympathisch wie seine Mode, er freute sich sichtlich über den Applaus.
Bei Kilian Kerner danach dominierten sexy Looks in Rot und Schwarz, das Goodie Bag erfreute mit noblem Porzellan-Präsent von Villeroy und Boch (letztes Jahr gab’s echte goldene Boxhandschuhe!). Auffallend: Seine Muse Jeanette Biedermann war nicht da – herrscht da etwa trouble in paradise?
Abends dann die großangekündigte Michalsky Style Nite; die fand ja quasi in Konkurrenz zur Mercedes Benz Fashion Week statt. Bereits letzte Saison zeigte Michalsky eine pompöse Schau mit rauschender Party
im Friedrichstadtpalast. Dieses Mal hatte er noch die Berliner Erfolgslabels Kaviar Gauche und Lala Berlin weg von der MBFW und hin zu seinem Event gelotst. Doch die Inszenierung hat Meister Michalsky schließlich drauf!
Hier reinzukommen war allerdings schwerer als die englischen Kronjuwelen zu klauen; bereits im Vorfeld wurde äußerst selektiv akkreditiert, es gab dramatische Szenen am Einlass. Lala Berlin eröffnete dann trotz Mega-Hype ziemlich unspektakulär die Schau; ihre femininen Strickdesigns hielten sich an Beige- und neutrale Töne, eine große Show war Fehlanzeige.
Spannender wurde es danach bei Kaviar Gauche, deren Schau ja bereits letzte Saison begeisterte: Die Damen fuhren einen tanzenden Schlangenmenschen im Glitzerkostüm auf, der im Laserlicht den ganzen riesigen Saal flimmern ließ. Auch die Schau begeisterte mit wunderbar femininen, subtil-sexy Designs und viel Glitzer.
Pailletten werden jedenfalls im nächsten Winter ein Riesenthema, man sah sie bei fast allen Schauen. Auch Initiator Michalsky zeigte sie dann in seiner Kollektion. Diese war erstaunlich schlicht, ebenso die Bühnendeko. Zwar wurde ein Gerüst aus weißen Catwalk-Teilen aufgebaut, das die armen Models auf den Schrägen ganz schön schlittern ließ, aber ansonsten: Tragbar, tragbar, tragbar.
Danach trat die Kultband Spandau Ballet auf und brachte Michalsky und die Promis in der Front Row zum Tanzen. Unter anderem waren Kultmodel Veruschka, Franziska Knuppe und Natascha Ochsenknecht da, die sich unter das Publikum mischten.
Danach feierte das Fashionvolk bei der großen Aftershowparty, so dass der eine oder andere die frühen Schauen am nächsten Tag ausfallen lassen musste.







