Eine der bekanntesten US-Textil-Marken, das Mode-Label Tommy Hilfiger, ging am heutigen Montag über den Tisch. Das nach seinem Gründer benannte Unternehmen soll diese Woche seinen Besitzer wechseln. Der US-amerikanische Konkurrent Phillips-Van Heusen (PVH) ist Gerüchten zufolge bereit 3 Mrd. US-Dollar, immerhin 2,2 Mrd. Euro, für das Unternehmen zu berappen, will die “New York Times” aus dem Vertrauenskreis von Tommy Hilfiger erfahren haben.
Bereits seit Anfang März soll der Hilfiger-Eigener Apax mit dem Konkurrenten Phillips-Van Heusen in Verhandlungen stehen. Apax hatte das Label 2005 für den Kaufpreis von 1,6 Milliarden US-Dollar vom Vorbesitzer erworben. Der Milliarden-Verkauf galt bis dato als größter Private Equity Deal der Modebranche. Das 1980 gegründete Unternehmen befand sich schon seit 1989 nicht mehr im Besitz des Designer und Gründer Tommy Hilfiger, der jedoch noch als “Principal Designer” involviert ist.
Philipps-Van Heusen vertreibt andere große Marken wie Calvin Klein, Izod oder ARROW. Experten erkennen in dem Verkauf eine mögliche Belebung des Modemarktes nach der vorherigen Krise, die viele große Marken ihre Existenz gekostet hat. Gleichzeitig wird der Verkaufspreis als relativ gering eingestuft. Wirklich gelohnt hätte sich das APAX-Engagenment wohl nur, wenn Tommy Hilfiger erfolgreich an die Börse gebracht werden würde. Doch der IPO-Prozess wurde aufgrund der Turbulenzen letztes Jahr abgesagt.







